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Aktuelle Top-Themen

Neue Virusvarianten

Die neuen Virusvarianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien breiten sich rasch aus. Lesen Sie hier die neuesten Erkenntnisse zu Eigenschaften, Nachweis, Verbreitung, Wirkung der Impfungen und Immunität nach früherer Infektion.

Neue Impfstoffe

Erfahren Sie hier alles über die verschiedenen Covid-19-Impfstoffe, sowie über die klinischen Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Einen vollständigen Überblick über die weiteren aktuellen Themen finden Sie hier.

Neu auftretende und wiederkehrende Krankheiten (emerging and re-emerging diseases) sind eine immer größer werdende Herausforderung für das öffentliche Gesundheitswesen (Public Health), nicht nur in denjenigen Gebieten unserer Erde, wo die sozio-ökonomischen, klimatischen oder hygienischen Bedingungen schlecht sind, sondern auch in den industrialisierten Ländern. Dorthin können sich Infektionserreger nämlich unter den heutigen Bedingungen der engen wirtschaftlichen Vernetzung sowie des damit verbundenen Reise- und Transportverkehrs sehr rasch ausbreiten. Überall dort, wo sich wirksame Übertragungsmechanismen ausbilden können, besteht dann die Gefahr von Ausbrüchen. Hinzu kommt, dass der Mensch bei stetig wachsender Erdbevölkerung immer mehr in die natürlichen Lebensräume von Tieren eindringt, die ein riesiges Reservoir für Infektionserreger darstellen. Dieses Vordringen des Menschen erhöht das Risiko, dass tierische Infektionserreger die Speziesbarriere überspringen und den Menschen als neuen Wirt zu nutzen. Neue Influenzavirus-Subtypen, das Ebola-Virus, das SARS-Coronavirus von 2002/3 oder das MERS-Coronavirus sind nur einige Beispiele für das Entstehen neuer Infektionserreger des Menschen durch die Weiterentwicklung ehemals tierischer Erreger. Kommt es dann zu einer effizienten Mensch-zu-Mensch-Übertragung, können sich Infektketten ausbilden, die binnen Wochen bis Monaten zu einer Verbreitung des Erregers in die ganze Welt führen können. Dann bestimmen dessen Pathogenität und Virulenz sowie die Letalität der beim Menschen hervorgerufenen Erkrankung das mögliche Schadenausmaß. Das Risiko von Pandemien durch gefährliche Infektionserreger steigt daher stetig an und erfordert vom Öffentlichen Gesundheitswesen der Industrieländer eine entsprechende „Preparedness“. Die durch das neue SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) hervorgerufene Erkrankung, die als COVID-19 bezeichnet wird, konnte sich aufgrund der effizienten Mensch-zu-Mensch-Übertragung, der besonderen krankmachenden Eigenschaften des Erregers und der vergleichsweise hohen Todesfallrate innerhalb kurzer Zeit zu einer Pandemie entwickeln, die das Gesundheitssystem zahlreicher Länder zu überfordern droht. Sie dominiert seit Anfang des Jahres 2020 das medizinische, gesellschaftliche und ökonomische Leben in nahezu allen Ländern der Erde. Die Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie im Hinblick auf antiepidemische Maßnahmen, medizinische Versorgung sowie die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen sind beispiellos in der Geschichte der Menschheit. Beispiellos ist aber auch der Informationsbedarf für alle Ebenen der Gesellschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse und daraus abgeleitete Empfehlungen kollidieren mit ökonomischen Interessen und mit den Freiheitsrechten der Bürger, die im Interesse der Pandemiebekämpfung langfristig gravierende Einschränkungen hinnehmen müssen. Dieses Szenario bietet viel Raum für wissenschaftlichen Disput, gesellschaftliche Diskussion, Interessenwettstreit, aber auch Desinformation, Emotionen und schließlich sogar Widerstand gegen die verordneten Präventionsmaßnahmen.

In diesem Umfeld wollen wir einen Beitrag zur Sachlichkeit der Diskussion leisten. Auf unserer Seite COVIDUpToDate berichten wir laufend über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen zu COVID-19 und SARS-CoV-2, sowie die daraus ableitbaren Handlungsoptionen zur Bekämpfung der Pandemie. Wir halten uns dabei eng an die wissenschaftlichen Daten und Fakten, meist mit direktem Bezug zu neuen Veröffentlichungen, und stellen Links zur Verfügung, wo man diese im Detail nachlesen kann. Wo wissenschaftliche Daten noch nicht gefestigt sind, weisen wir darauf hin. An bloßer Meinungsmache und Spekulationen wollen wir uns hingegen nicht beteiligen.

Die Seite wurde bereits im Februar 2020 als Unterseite im Rahmen des Internetauftritts der Universität Koblenz-Landau (https://www.uni-koblenz-landau.de/de/koblenz/fb3/ifin/abteilung-biologie/ag-parasitologie-und-infektionsbiologie/COVID-19) begründet und spiegelt daher bereits die Chronologie der Ereignisse wieder. Sie wurde jetzt mit dem Transfer auf einen anderen Server als eigenständige Seite umkonzipiert.

Prof. Dr. Lothar Zöller        Prof. Dr. Patrick Scheid