Wurde SARS-CoV-2 als Bio­waffe ent­wickelt?

L. Zöller

Diese Hypothese darf man in den Bereich der Verschwörungstheorien verweisen, denn das SARS-CoV-2 ordnet sich ohne Auffälligkeiten in den phylogenetischen Stammbaum der Betacoronaviren und hier der Fledertier-assoziierten Coronaviren ein.

Es gibt mittlerweile weltweit eine Vielzahl von Institutionen, die im Rahmen der Aufklärung von Biogefahren und möglicher bioterroristischer Angriffe darauf trainiert sind, genetische Manipulationen an Infektionserregern (z.B. Sequenzen ohne Ähnlichkeitsbezug zum phylogenetischen Stammbaum) mithilfe bioinformatischer Algorithmen zu erkennen.

Für solche genetischen Manipulationen oder auch ungewöhnliche Rekombinationsereignisse, die in vitro herbeigeführt worden sein können, wurden bei SARS-CoV-2 keinerlei Anhaltspunkte gefunden, ganz abgesehen davon, dass wissenschaftlich nicht genau erforscht ist, welche Veränderungen am Virusgenom für eine Adaptation an den Menschen und die Übertragbarkeit zwischen Menschen letztlich erforderlich sind.